Hintergründiges
Graphotherapie ist die Umkehrung
der Graphologie. Ist Graphologie selbst Schriftbetrachtung
und Diagnostikum, so ist Graphotherapie Schriftveränderung
und Therapeutikum.
Letztere ist aber nicht nur Umkehrung
der ersteren, sondern auch deren Fortentwicklung
und konstruktive Perspektive.
Die Grundannahme ist die, daß
man den Umstand, daß die Handschrift den
Tatbestand der Gehirnschrift (R. Pophal)
darstellt, therapeutisch nutzt.
Wenn also das Schreiben und die Schreibbewegung
Ergebnis einer unbewußten und unwillkürlichen
Impulsreaktion sind, wenn das Spezifische des
Persönlichen in analoger und resonanzbesonderer
Form seinen Ausdruck in der Feinmotorik der Hand
und somit letztlich in der Schrift als geronnener
Form des Schreibens findet, wenn nun Individualität
und Handschrift aufs Schicksalhafte miteinander
verknüpft sind - so sollte man diese Bindung
nutzen und aufgreifen, sie nicht als Einbahnstraße
verstehen, sondern als Chance, therapeutisch und
persönlichkeitsmodulierend tätig zu
werden.
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